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Auf der Suche nach den strammsten Wadeln Tirols lassen wir uns vom Adlerweg in einen märchenhaften Wald führen. Die etwas sonderbaren Bewohner des Waldes scheinen dort so ihre Eigenheiten entwickelt zu haben, die ein klein wenig von unseren Kindheitserinnerungen abweichen.
Wander Report - Diagnose:

Ort der Untersuchung: Irgendwo in Tirol
 
Erlebnisbericht: Märchenhafte Überraschungen en masse
Als wir aufbrachen, um Tirols schönen Weitwanderweg, den sogenannten „Adlerweg“, zu begehen, um dort medizinische Daten über den unter Tirolern ungewöhnlich ausgeprägten Musculus gastrocnemius zu sammeln, fanden wir uns aus unerfindlichen Gründen an einem Ort wieder, der auf keiner Karte des Landes verzeichnet ist.
 
Wir folgten einem schrillen Hilferuf zu einer Lichtung, auf der sich uns ein bizarres Bild bot: Ein riesiges Exemplar der Gattung „Canis Lupus“ schien ein junges Mädchen, das eine frappante Ähnlichkeit zu der mythologischen Figur des Rotkäppchens aufwies, zu bedrohen. Genauer gesagt: Der Wolf schien es auf die schicken Wanderschuhe des Fräuleins abgesehen zu haben. Zum Glück schaltete sich eine Stimme von „oben herab“ in das Geschehen ein. Sollte es sich hierbei um eine spirituelle Erfahrung gehandelt haben, dann müssen wir fest stellen, dass Gott klingt wie... unsere Großmutter!
 
Die sympathische Stimme einer älteren Dame erzählte uns von der wahren Gestalt des Wolfes, von dem Schuhfetisch, mit dem er einst via Fluch belegt worden war - und legte uns nahe, die Situation mit einem kompetenten Kuss zu entschärfen. Wir folgten dem Rat der unsichtbaren, omnipräsenten Oma und brachten schlussendlich einen äußerst attraktiven Vertreter der Gattung „Prinz“ unter dem Wolfsfell zum Vorschein. Das anschließende Picknick war nicht minder märchenhaft, als der Rest dieses einzigartigen Tages.
 
Endbefund: Und wenn sie nicht gestorben sind...
...dann forschen sie noch heute. Der Märchentrip hat unsere Augen für die vielen „magischen“ Dinge in unserer hochkomplexen und manchmal viel zu modernen Welt geöffnet und erneut unter Beweis gestellt, dass in Tirol öfter mal etwas völlig Unerwartetes passieren kann. Wer in den Wäldern des heiligen Landes herum spaziert, darf sich also auf märchenhafte Überraschungen gefasst machen.